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SG Wetzikon belohnt sich nicht für starke Leistung

Frefel Adrian 18.04.2018

Mit einem sehr schmalen Kader (7 Feldspieler, 2 Torhüter) fuhr die SG zu ihrem letzten Meisterschaftsspiel nach Zürich. Beide Mannschaften hatten ihren Tabellenplatz bereits abgesichert, in diesem Sinne ging es nicht mehr um allzu viel. Zumindest dachte man das, doch die 60 Minuten wurden zu einem harten und emotionsreichen Spiel, in dem auch kleinere Scharmützel ihren Platz fanden. Die Wetziker kämpften bis zum Ende, gaben alles um einen Niederlage abzuwenden verloren am Schluss jedoch bitter, denn ein Sieg für die SG wäre keinesfalls gestohlen gewesen. Am Ende siegen jedoch die Gastgeber aus Zürich mit 27:26 (14:16).

1. Halbzeit: 15 Minuten dominant, bis Unterstrass aufwachte 
Die Wetziker Devise war klar. Um heute bestehen zu können benötigte es eine Topleistung und dies von jedem Einzelnen. Besonders die Junioren waren somit gefordert, doch die Anfangsphase liess die Zweifel schnell schwinden. Die SG legte von Beginn weg eine sehr konzentrierte Leistung aufs Parket. Man liess in der Defensive wenig zu und machte in der Offensive einen guten Job. Nach 12 Minuten führte man mit 9:4 gegen den TV Unterstrass 2. Dies beunruhigte die Zürcher jedoch nicht und in den folgenden Minuten entwickelte sich die Partie immer ausgeglichener. Die Wetziker Kaltschnäuzigkeit liess nach und die des Gegners steigerte sich. Schliesslich rückten sie den Wetzikern wieder bis auf ein Tor heran (20. Minute). Doch die SG liess nicht nach und hielt dagegen. Bis zum Halbzeitpfiff konnte ein zwei Tore Vorsprung herausgespielt werden. Halbzeitresultat 16:14 für die SG Wetzikon.

2. Halbzeit: Spannung bis zur letzten Sekunde
Der Start in die zweite Halbzeit gelang den Zürchern besser. Auch weil die SG nicht mehr mit der gleichen Konsequenz wie anfangs agierte. Eventuell ein erstes Anzeichen für einen Kräfteabbau? Kaum, die Partie war jetzt ausgeglichen. Der TV Unterstrass 2 probierte die Wetziker mit schnellem Umschaltspiel zu überraschen, doch Wetzikon hielt stark dagegen und zeigte keinerlei Ermüdungserscheinungen. Doch die Partie war jetzt ein einziger Schlagabtausch. Mit Schnelligkeit, Aggressivität und  Mannschaftlicher Geschlossenheit probierten jetzt beide Teams den entscheidenden Schlag auszuführen. Dies sorgte für viele Emotionen, sowohl auf dem Feld, wie auch der Bank und auf den Zuschauerrängen. Nach 48 Minuten stand es 22:22. Der langsam auftretende Kräfteverschleiss auf beiden Seiten machte das Spiel noch härter bzw. aggressiver. So schlichen sich nach und nach immer mehr kleinere Scharmützel ein. Die Folgen waren zwei Minuten Strafen welche gegen beide Seiten ausgesprochen wurden, doch die Schlussphase übertraf dies dann nochmal deutlich. Der gegnerische Kreisläufer, welcher eine kräftige Statur aufwies, warf sich in der 56. Minute theatralisch zu Boden. Der Unparteiische handelte dies mit einer zwei Minuten Strafe gegen den Wetziker Silvano Radeck. Ab diesem Moment wurde das Spielfeld zu einem Schlachtfeld. Kaum Sekunden in denen keine Rufe durch die Halle hallten, kaum ein Angriff ohne ein grenzwertiges Foul. In der 59. Minute führten die Zürcher schliesslich mit einem Tor und waren im Ballbesitz. Sie probierten die Zeit runter zu spielen, logisch. Doch Wetzikon bekam nochmal seine Chance auf den Ausgleich. 10 Sekunden vor Schluss vergaben die Zürcher ihre Chance und Wetzikon schaltete schnell. Ein Pass von Torhüter Nick an die Mittellinie zu Hanimann, welcher sofort attackiert wurde. Doch Hanimann konnte sich befreien und schlug einen Pass an den 9-Meter Kreis. Dort kam Rubinig an den Ball und ging in den Abschluss, doch zu spät. Der Ball landet zwar im Tor doch die Schlusssirene war schneller. Am Ende fehlten Wetzikon zwei Sekunden zum Ausgleich, welcher höchst verdient gewesen wäre. 
 
Fazit:
Am Ende ist es eine äusserst bittere Niederlage für die SG Wetzikon. Welche über 60 Minuten aufopferungsvoll kämpfte, sich am Schluss jedoch geschlagen geben musste. Doch so bitter die Niederlage auch ist, man beendet die Saison auf dem ersten Tabellenplatz und ist in der Aufstiegsrunde.
Die Spiele am Samstag 21. April gegen die SG Aarburg/Oftringen/Rothris und am 05. Mai gegen den SC Frauenfeld 2 werden die wichtigsten der Saison werden. Alle Anstrengungen, alle Erfolge werden zu Nichte gemacht wenn wir in diesen zwei Partien nicht unser volles Leistungspensum abrufen können. In diesem Sinne hopp KZO

SG Wetzikon – TV Unterstrass 2 26:27 (16:14). –Zürich, Blumenfeld. – Zuschauer 30. SR: Schneider Beat - SG Wetzikon. Nick (12/25 – 48%) Teufer (6/20 – 30%); Bertschinger (3), Hanimann (5/1), Hörle (1), Leutwyler (1), Radeck (8/1), Rubinig (2), Scheidegger (4). Bemerkungen: SG Wetzikon ohne Bunjak, Bösch, Marusak, Oberholzer, Vogel (alle Abwesend), Brügger, Frefel, Gerber, Renner (alle verletzt). Strafen: 4 x 2-Minuten gegen SG Wetzikon, 4 x 2-Minuten gegen TV Unterstrass 2.